Wieder „aufgetaucht“: Willy Trapps Kappe

Kappe von Willy Trapp

Die Original-Kappe von Willy Trapp

Willy Trapp

Willy Trapp

Nur kurz waren die Spiesratze sprachlos, doch dann wandelte sich die Sprachlosigkeit in große Freude. Jahrelang war die Spiesratze-Kappe von Willy Trapp, einem der Mitbegründer der handwerklich orientierten Karnevalisten im Jahr 1911, unauffindbar. Doch jetzt ist sie wieder „aufgetaucht“. In einem Nachlass, der viele Jahre ungeöffnet in einem Gartenhaus in der Nähe von Grevenbroich aufbewahrt worden war, befanden sich viele historische Unterlagen der Gesellschaft Düsseldorfer Spiesratze, darunter auch die Kappe von Willy Trapp. „Jetzt müssen wir die gefundenen Unterlagen erst einmal sichten“, sagte Vorsitzender Heinz Krudwig.

Willy Trapp war nicht nur einer der Mitbegründer der Spiesratze, sondern von 1946 bis 1955 auch Oberpolier. Er verstand es meisterhaft, das Narrenschiff der Spiesratze durch die Sessionen zu steuern. Seine aktive Zeit als Karnevalist begann er bereits zwei Jahre vor Gründung der Spiesratze, also im Jahr 1909. So durfte er 1953 sein 4 x 11-jähriges Jubiläum als aktiver Karnevalist feiern. Die jetzt wieder gefundene Karnevalskappe von Willy Trapp wird einen Ehrenplatz erhalten und auch bei diversen Anlässen der Öffentlichkeit präsentiert.

Fotos: Bernhard Lück, Spiesratze-Archiv

Hohe Auszeichnung und Hochzeit des Jahres

Chocolatier Heinz-Richard Heinemann ausgezeichnet

Weiter-Medaillen 2018, Heinz-Richard HeinemannDie Anna-Maria-Luisa-Medici-Medaille wurde jetzt an den Chocolatier Heinz-Richard Heinemann verliehen. Der Heimatverein Düsseldorfer Weiter („Düsseldorfer Mädchen“) zeichnet damit Persönlichkeiten aus, die sich auf sozialem und karitativem Gebiet besonders hervorgetan haben. Wie Helga Hesemann, Vorsitzende der Weiter, während der Zeremonie im Schloss Jägerhof am 16. September 2018 hervorhob, hat Heinz-Richard Heinemann diese Auszeichnung besonders verdient, weil er nicht nur eine Vielzahl von Organisationen unterstützt (76!), sondern daraus auch kein großes Aufhebens macht.

Weiter-Medaille 2018, Wilhelm, Ruth, HeinzBei der Auszeichnung im Schloss Jägerhof waren auch die Spiesratze vertreten, an der Spitze Vorsitztender Heinz Krudwig. Begleitet wurde er von Geschäftsführer Wilhelm Rosenbaum und Oberbaurat Bernhard Lück. Außerdem waren die Baumeisterinnen Ruth Willigalla und Ute Schreiber dabei – beide Damen aber vornehmlich als Düsseldorfer Weiter. Nicht zu vergessen die Gastgeberin Dr. Heike Spies, Baumeisterin der Gesellschaft.

Zu den Fotos:
Heinz-Richard Heinemann während seiner Dankesrede im Veranstaltungssaal des Schlosses (Foto rechts);
Baumeisterin Ruth Willigalla in die Mitte genommen – von Geschäftsführer Wilhelm Rosenbaum und dem Vorsitzenden Heinz Krudwig nach der Verleihung der Medaille im Schloss Jägerhof.

 

 

                                                                                                                                                          

 

                                                                                                                                                            Hochzeit des Jahres

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Zwei Tage später stand schon das nächste Highligth an. Ulrike Burmann und Peter Rathmann, beide aktive Mitglieder der Spiesratze, haben sich getraut, denn Im Düsseldorfer Standesamt an der Inselstraße gaben sich beide das Ja-Wort. Klar, dass sich einige Spiesratze am Rande des Hofgartens bei tropischen Temperaturen eingefunden hatten, um dem Brautpaar zu gratulieren. Für Peter Rathmann gab es gleich noch einen Grund, kräftig zu feiern: Er hatte Geburtstag und wurde an diesem Tag 5 x 11 Jahre alt. Was für ein karnevalistisches Wiegenfest! Peter Rathmann hatte auch gleich eine einleuchtende Erklärung parat, warum der Hochzeitstermin auf seinen Geburtstag gelegt wurde: „Dann kann ich den Hochzeitstag nie vergessen.“ Auf dem Foto (v.l.n.r): Standartenträger Reinhard Nieswand, Roswitha Albert, das glückliche Brautpaar, Heinz Krudwig, Ingrid Rüther, Wolf-Detlev Göris, Wilhelm Rosenbaum, Bernhard Lück und Bernd Reinisch.

Fotos: Bernhard Lück (2), unbekannter Fotograf (1)

Spiesratze freuen sich auf die neue Session

Dennis Klusmeier, seit Juli 2014 Oberpolier der Spiesratze.

Oberpolier Dennis Klusmeier

Die Vorbereitungen auf die Karnevals-Session 2019 laufen bei der Gesellschaft Düsseldorfer Spiesratze schon seit Wochen auf Hochtouren. Denn schließlich wollen die Bauhandwerker unter den Karnevalisten am 24. November 2018 ihre Sessionseröffnung auf der Grundsteinlegung feiern. Jetzt freuen sich die Mitglieder der Spiesratze darauf, dass es bald losgeht. „Wir sind bereit“, brachte es Oberpolier Dennis Klusmeier auf den Punkt. Insgesamt haben die Spiesratze sieben Veranstaltungen in der kommenden Session geplant. Von der Grundsteinlegung bis zur Hoppeditz-Beerdigung ist bestimmt für jeden Karnevalisten etwas dabei. Inzwischen liegt auch der komplette Programm-Prospekt vor. Alle Veranstaltungen werden von Oberpolier Dennis Klusmeier moderiert.

Das erste Highlight steht bereits im November auf dem Programm: Traditionsgemäß feiern die Spiesratze ihren Start in die neue Session immer nach Hoppeditz-Erwachen und der Prinzenpaar-Kürung mit ihrer Grundsteinlegung und dem traditionellen Grünkohlessen:

Samstag, 24. November 2018, 18.11 Uhr
Restaurant „L’Abbaye“ der Jugendberufshilfe, Eulerstraße 46a, 40477 Düsseldorf

Das vorgesehene Programm kann sich sehen lassen. Folgende Künstlerinnen und Künstler werden für einen abwechslungsreichen Abend sorgen:
Jugendtanzkorps „Rheinsternchen“ aus Langenfeld, Michael Hermes, Et Zweijestirn, KG Regenbogen, das Düsseldorfer Prinzenpaar (Prinz Martin I. und Venetia Sabine) sowie die Peter Strauss Musik-Show.
Außerdem werden der Sessionsorden 2019, das Närrische Arbeitsbuch und der Entwurf des Spiesratze-Wagens für den Rosenmontagszug vorgestellt; last but not least werden natürlich auch neue Mitglieder begrüßt und Ehrungen verdienter Mitglieder vorgenommen.

Foto: Bausenator Wolfgang Thiedig

 

Eller feierte im Vorfeld des 800-jähriges Jubiläums das Gumbertstraßenfest

 

Klaus Use

So präsentierte sich Klaus Use auf dem Fest in Eller: weißes Hemd mit Logo der Jrön-Wisse, kurze Lederhose, dazu die passenden Socken und Schuhe.

Burkard Brings

Moderator Burkard Brings bei der Arbeit.

Das ließ man sich in Eller nicht nehmen und feierte im Vorfeld dieses außergewöhnlichen Geburtstages (30. September) mit einem großen Fest auf dem Gertrudisplatz und in der angrenzenden Gumbertstraße am Wochenende 8. und 9. September 2018. Viele Vereine und Institutionen präsentierten sich auf dem zentralen Platz in Eller. Auch für die Kinder wurde viel geboten: Das Kettenkarussell drehte sich unaufhörlich, und das Kinderschminken war ebenfalls ein Renner.

Das Fest war aber auch ein Stelldichein der Karnevalisten. Die Moderation auf der großen Bühne oblag Burkard Brings, Präsident der KG Weißfräcke. In Eller war er aber für seinen Arbeitgeber (Rheinbote) als Moderator tätig. Die KG Jrön-Wisse Jonges hatten einen großen Getränkestand aufgebaut. Viele Mitglieder waren dort aktiv, so auch der Präsident der Jrön-Wisse, Klaus Use. Er ist ja außerdem als Literat im CC-Vorstand tätig. Besonders auffallend sein bajuwarisches Outfit. „Bist du schon auf dem Weg zum Oktoberfest nach München?“ wurde er gefragt- „Nein, das ist unsere neue Sommerkleidung. So fallen wir auf jeden Fall auf!“ Auch die Hötter Jonges und die Spiesratze wurden gesehen; Maria und Reinhard Nieswand von den „Bauhandwerkern“ ließen sich besonders den Imbiss gut schmecken.

Swinging FunfaresEchte karnevalistische Stimmung kam schon im September auf, nachdem die Swinging Funfares (Foto links) die Bühne betreten hatten. Bereits beim ersten Lied sang das Publikum kräftig mit. Ein Beweis dafür, wie toll die Stimmung in Eller war!

 

 

 

 

Fotos: Bernhard Lück

Neue Hoffnung für die Gaslaternen?

 

Foto Gaslaterne

Es besteht begründete Hoffnung, dass Gaslaternen wie diese, nicht der Umrüstung zum Opfer fallen.

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Der Spiesratze-Wagen während der Fahrt durch Düsseldorf am Rosenmontag 2013!

„Braucht die moderne Stadt Gaslaternen?“  Die Sorge um die Gaslaternen in unserer Stadt wurde zuletzt wieder durch die Initiative Düsseldorfer Gaslicht in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die Antwort auf die Frage ist eindeutig ja! Die Gaslaternen sind Kulturgut und müssen entsprechend geschützt werden. Die möglicherweise höheren Kosten sollten uns die Erhaltung der Gaslaternen in einer Stadt wie Düsseldorf wert sein. Den Abbau der Gaslaternen als Beitrag zum Umweltschutz zu bezeichnen, ist nicht ganz nachvollziehbar. Es gibt sicherlich ganz andere Möglichkeiten, Beiträge zum Klimaschutz zu leisten. Das warme, weit strahlende Licht der Gaslaternen ist außerdem dem kühleren, punktuellen Licht der LEDs für die Düsseldorfer Straßen besser geeignet.

Spiesratze-Plakat Deko 2013Schon 2013 hat sich die Gesellschaft Düsseldorfer Spiesratze des Themas Gaslaternen angenommen und ihren Rosenmontagszugwagen entsprechend gestaltet. Unter der Überschrift: „De Jas Latäne solle weg – Och dat noch“ wurde der damalige Oberbürgermeister Dirk Elbers (und Ehrenmitglied der Spiesratze, Ehrentitel Diplom-Handlanger) aufgefordert: „Lott de alde Jas Latäne stonn!“ Auch der damalige Sessions-Orden der Spiesratze wurde entsprechend gestaltet. Schließlich wurden alle Gäste der Spiesratze-Sitzung mit einem Plakat begrüßt, das die die Unterstützung der Spiesratze zum Erhalt der Gaslaternen hervorhob. Das nebenstehende Foto zeigt den Spiesratze-Wagen während der Fahrt durch Düsseldorf am Rosenmontag 2013!

Fotos: Ralf Krudwig (1), Bernhard Lück (2) Spiesratze-Archiv