Goethe und der Karneval – eine außergewöhnliche Ausstellung

„Löblich wird ein tolles Streben, wenn es kurz ist und mit Sinn.“ Dieses Zitat von Goethe ziert die Rückseite des Karnevalsordens, den das Düsseldorfer Goethe-Museum eigens zur Ausstellung „Goethe und der Karneval“ konzipiert hat und von der Firma Donner herstellen ließ. Wie seine Worte belegen, wahrte der Dichter der Klassik offenbar ein wenig Distanz zum Narrentum.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), Deutschlands größter Dichter, war vielleicht auch ein Karnevalist – ein bisschen zumindest. Er organisierte Maskenumzüge in Weimar, schrieb über den Karneval in Rom und Köln, und er besaß sogar ein Narrendiplom nebst Orden. Diese nicht eben bekannten Seiten des literarischen Genies und Staatsmanns zeigt die Ausstellung im Goethe-Museum, die am Sonntag, 15. November 2015, nun im Rahmen einer Feierstunde eröffnet wurde. Passend zur närrischen Jahreszeit ist diese Ausstellung mit zahlreichen originalen Handschriften und Dokumenten bis zum Aschermittwoch, 10. Februar 2016, in der rheinischen Karnevalshochburg zu besichtigen.

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Prof. Dr. Christof Wingertszahn und Dr. Heike Spies.

Im voll besetzten Veranstaltungsraum des Museums an der Jacobistraße eröffneten Museumsdirektor Professor Dr. Christof Wingertszahn und seine Vertreterin, Dr. Heike Spies, die Ausstellung und gaben den Gästen in launigen Worten wertvolle Informationen über diese nicht ganz so bekannte Seite in Goethes Leben. Zuvor wurden einige Grußworte gesprochen. Den Anfang machte das Düsseldorfer Prinzenpaar Hanno I. und Venetia Sara, die erst 40 Stunden zuvor auf der Prinzenkürung offiziell in ihre 88-tägige Regentschaft eingeführt worden waren. Dr. Alexander Fils als Vertreter des Oberbürgermeisters, CC-Präsident Michael Laumen, Frank Pagalies, Präsident der Ehrengarde, und Oberpolier Dennis Klusmeier als

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Oberpolier Dennis Klusmeier

Vertreter der Spiesratze durften ans Rednerpult. Mit charmant und witzig vorgetragenen Grußworten „us de Lameng“ forderte Dennis Klusmeier das Publikum mehrfach zu spontanem Applaus heraus. Und da es sich ja auch um eine Karnevals-Ausstellung handelt, wurde bei seiner Rede natürlich auch viel gelacht. Es darf festgestellt werden, dass er nicht nur seine Vorredner deutlich in den Schatten gestellt, sondern die Spiesratze auch ausgezeichnet vertreten hat. Danke Dennis!
Die Spiesratze waren, dem Anlass entsprechend, mit einer 12-köpfigen Abordnung zur Ausstellungseröffnung ins Schloss Jägerhof gekommen. Die Verbindung Goethe-Museum und Spiesratze gibt es nun schon einige Jahre, so ist Dr. Heike Spies Ehrenmitglied der Gesellschaft und darf den Titel „Baumeisterin“ tragen. Auf den 2. Dezember 2015 freuen sich die Spiesratze schon jetzt: Dann wird Dr. Heike Spies die Gäste der Spiesratze exklusiv durch die Ausstellung „Goethe und der Karneval“ führen.

 

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Zum Foto rechts: Einige Spiesratze kurz vor dem Rundgang durch die Ausstellung (von links) – Oberpolier Dennis Klusmeier, Ingrid Rüther, Uwe Schnierer, Roswitha Albert, Vorsitzender Heinz Krudwig und Wolf-Detlev Göris. Mit dabei waren auch: Oberbaurat Bernhard Lück (hat das Foto gemacht), Wilhelm Rosenbaum mit Gattin, Ralf Krudwig, Maria und Reinhard Nieswand.