Trauer um Baurat Hans Funk

Hans FunkDie Gesellschaft Düsseldorfer Spiesratze trauert um ihren Baurat Hans Funk. Der ehemalige Bürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf (1989 – 1994) starb am 21. Oktober 2018 im Alter von 88 Jahren. Er wurde am Reformationstag auf dem Himmelgeister Friedhof beigesetzt.

Hans Funk wurde 1992 als Baurat zum Ehrenmitglied der Gilde der Bauhandwerker ernannt. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister schrieb er jedes Jahr Grußworte für das Närrische Arbeitsbuch. „Die Gesellschaft Düsseldorfer Spiesratze trägt mit ihren volkstümlichen und bürgernahen Veranstaltungen zur Vielfalt der närrischen Landschaft bei und hat in den Jahren ihres Bestehens dem Karneval manchen Impuls verliehen.“ Das schrieb Hans Funk in seinem Grußwort 1991.

Die Spiesrartze werden Hans Funk in ehrenvoller Erinnerung behalten und sich immer gern an ihn erinnern.

Foto: Spiesratze-Archiv

Spiesratze-Wagen erst im Oktober zurückgebaut

Nur noch das Schild in der Mitte des Wagens erinnert an die letzte Session. Das wird bei der Neugestaltung natürlich aktualisiert.

Nur noch das Schild in der Mitte des Wagens erinnert an die letzte Session. Das wird bei der Neugestaltung natürlich aktualisiert.

Später als üblich wurde der Spiesratze-Wagen zurückgebaut. Normalerweise wird das immer direkt nach Rosenmontag erledigt. Aber diesmal hatten die Spiesratze-Wagenbauer am Veilchendienstag frei. Der Grund: Der Wagen mit dem zentralen Motto zum § 1353 BGB („Eheliche Lebensgemeinschaft“) wurde noch für die Christopher-Street-Day-Parade Anfang Juni in Düsseldorf gebraucht. CSD-Chef Kalle Wahle hatte sich rechtzeitig bei den Spiesratzen gemeldet und um den Einsatz beim Christopher-Street-Day gebeten. So hatte der Spiesratze-Wagen einen zweiten, viel beachteten „Auftritt“ und konnte daher erst viel später zurückgebaut werden. Jetzt ist der Wagen bis auf die Grundfesten abgewrackt, die Gestaltung für den Rosenmontag 2019 kann also beginnen.

Foto: Bernhard Lück

Jakob-Faasen-Plakette für Josef Hinkel

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Handwerksbäcker Josef Hinkel, Diplom-Handlanger der Spiesratze.

Josef Hinkel, Kultbäcker aus der Carlstadt und Diplom-Handlanger der Spiesratze, hat jetzt innerhalb kürzester Zeit zwei hohe Auszeichnungen erhalten. Zunächst wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, wenige Tage später stand er auf der Bühne im Zelt der Bilker Schützen beim Krönungsball, um dort mit der Jakob-Faasen-Plakette ausgezeichnet zu werden. Diese Plakette erinnert an Jakob Faasen, der am 1. Januar 1918 der erste Lehrling der Kreissparkasse Düsseldorf war und schließlich bis zum Vorstand aufsteigen konnte. Außerdem war der „Bilker Jong“ dem lokalen Schützenwesen sehr zugetan. Deshalb haben vor zehn Jahren der Bilker Schützenverein und die Kreissparkasse Düsseldorf die Jakob-Faasen-Plakette ins Leben gerufen. Damit werden Menschen ausgezeichnet, die sich besonders durch soziales Engagement hervorgetan haben. Zu den ersten Plakettenträgern gehörten damals Peter Justenhoven (ehemaliger Schützenchef in Derendorf) und die frühere Oberbürgermeisterin Marlies Smeets. „Diese Auszeichnung erfüllt mich mit großer Freude, habe ich doch ein besonderes Verhältnis zu Bilk“, sagte ein sichtlich gerührter Josef Hinkel. „Dort hatte mein Urgroßvater seine erste Bäckerei.“ Die Spiesratze gratulieren ihrem Diplom-Handlanger ganz herzlich zu den beiden Ehrungen.

Foto: Bernhard Lück

Wieder „aufgetaucht“: Willy Trapps Kappe

Kappe von Willy Trapp

Die Original-Kappe von Willy Trapp

Willy Trapp

Willy Trapp

Nur kurz waren die Spiesratze sprachlos, doch dann wandelte sich die Sprachlosigkeit in große Freude. Jahrelang war die Spiesratze-Kappe von Willy Trapp, einem der Mitbegründer der handwerklich orientierten Karnevalisten im Jahr 1911, unauffindbar. Doch jetzt ist sie wieder „aufgetaucht“. In einem Nachlass, der viele Jahre ungeöffnet in einem Gartenhaus in der Nähe von Grevenbroich aufbewahrt worden war, befanden sich viele historische Unterlagen der Gesellschaft Düsseldorfer Spiesratze, darunter auch die Kappe von Willy Trapp. „Jetzt müssen wir die gefundenen Unterlagen erst einmal sichten“, sagte Vorsitzender Heinz Krudwig.

Willy Trapp war nicht nur einer der Mitbegründer der Spiesratze, sondern von 1946 bis 1955 auch Oberpolier. Er verstand es meisterhaft, das Narrenschiff der Spiesratze durch die Sessionen zu steuern. Seine aktive Zeit als Karnevalist begann er bereits zwei Jahre vor Gründung der Spiesratze, also im Jahr 1909. So durfte er 1953 sein 4 x 11-jähriges Jubiläum als aktiver Karnevalist feiern. Die jetzt wieder gefundene Karnevalskappe von Willy Trapp wird einen Ehrenplatz erhalten und auch bei diversen Anlässen der Öffentlichkeit präsentiert.

Fotos: Bernhard Lück, Spiesratze-Archiv

Hohe Auszeichnung und Hochzeit des Jahres

Chocolatier Heinz-Richard Heinemann ausgezeichnet

Weiter-Medaillen 2018, Heinz-Richard HeinemannDie Anna-Maria-Luisa-Medici-Medaille wurde jetzt an den Chocolatier Heinz-Richard Heinemann verliehen. Der Heimatverein Düsseldorfer Weiter („Düsseldorfer Mädchen“) zeichnet damit Persönlichkeiten aus, die sich auf sozialem und karitativem Gebiet besonders hervorgetan haben. Wie Helga Hesemann, Vorsitzende der Weiter, während der Zeremonie im Schloss Jägerhof am 16. September 2018 hervorhob, hat Heinz-Richard Heinemann diese Auszeichnung besonders verdient, weil er nicht nur eine Vielzahl von Organisationen unterstützt (76!), sondern daraus auch kein großes Aufhebens macht.

Weiter-Medaille 2018, Wilhelm, Ruth, HeinzBei der Auszeichnung im Schloss Jägerhof waren auch die Spiesratze vertreten, an der Spitze Vorsitztender Heinz Krudwig. Begleitet wurde er von Geschäftsführer Wilhelm Rosenbaum und Oberbaurat Bernhard Lück. Außerdem waren die Baumeisterinnen Ruth Willigalla und Ute Schreiber dabei – beide Damen aber vornehmlich als Düsseldorfer Weiter. Nicht zu vergessen die Gastgeberin Dr. Heike Spies, Baumeisterin der Gesellschaft.

Zu den Fotos:
Heinz-Richard Heinemann während seiner Dankesrede im Veranstaltungssaal des Schlosses (Foto rechts);
Baumeisterin Ruth Willigalla in die Mitte genommen – von Geschäftsführer Wilhelm Rosenbaum und dem Vorsitzenden Heinz Krudwig nach der Verleihung der Medaille im Schloss Jägerhof.

 

 

                                                                                                                                                          

 

                                                                                                                                                            Hochzeit des Jahres

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Zwei Tage später stand schon das nächste Highligth an. Ulrike Burmann und Peter Rathmann, beide aktive Mitglieder der Spiesratze, haben sich getraut, denn Im Düsseldorfer Standesamt an der Inselstraße gaben sich beide das Ja-Wort. Klar, dass sich einige Spiesratze am Rande des Hofgartens bei tropischen Temperaturen eingefunden hatten, um dem Brautpaar zu gratulieren. Für Peter Rathmann gab es gleich noch einen Grund, kräftig zu feiern: Er hatte Geburtstag und wurde an diesem Tag 5 x 11 Jahre alt. Was für ein karnevalistisches Wiegenfest! Peter Rathmann hatte auch gleich eine einleuchtende Erklärung parat, warum der Hochzeitstermin auf seinen Geburtstag gelegt wurde: „Dann kann ich den Hochzeitstag nie vergessen.“ Auf dem Foto (v.l.n.r): Standartenträger Reinhard Nieswand, Roswitha Albert, das glückliche Brautpaar, Heinz Krudwig, Ingrid Rüther, Wolf-Detlev Göris, Wilhelm Rosenbaum, Bernhard Lück und Bernd Reinisch.

Fotos: Bernhard Lück (2), unbekannter Fotograf (1)