Mit dem Prinzenpaar in die Session gestartet

Mittendrin statt nur dabei – Geschäftsführer Wilhelm Rosenbaum genießt diese außergewöhnliche Situation.

Zum zweiten Mal feierten die Spiesratze ihre Sessionseröffnung im Restaurant „L’Abbaye“ der Jugendberufshilfe Düsseldorf. Es ist fast selbstverständlich, dass auf der Grundsteinlegung auch ein karnevalistisches Programm geboten wird. Nach der Begrüßung von Oberpolier Dennis Klusmeier zeigte zunächst die Jugendtanzgarde „Rheinsternchen“ aus Langenfeld ihr Können – noch vor dem traditionellen Grünkohlessen. Direkt im Anschluss stieg Büttenrednerin AKKI, Tochter von Werner „Schappi“ Küppers, in die Bütt, ehe dann Nachwuchsstar Nina Jacobs das Publikum mit bekannten Düsseldorfer Liedern verzückte.

Höhepunkt des Abends war aber der Besuch des Prinzenpaares. Eine Woche nach der Kürung gehörte einer der ersten offiziellen Termine dem Besuch der Spiesratze. Prinz Axel I. und Venetia Jula freuen sich, so ihre Aussage, auf die bevorstehende Session mit über 300 Auftritten. „Ganz besonders freuen wir uns auf die Besuche bei den kleinen Vereinen, wo noch uriger Karneval gefeiert wird“, sagte Prinz Axel, die anwesenden Gäste hörten es gern.

Ehrungen gab es auf der Grundsteinlegung auch: Für seine 4 x 11-jährige Vereinszugehörigkeit erhielt Reinhard Nieswand nicht nur eine Urkunde, sondern auch einen Restaurant-Gutschein für zwei Personen. Ebenfalls jubilieren durften Oberpolier Dennis Klusmeier (3 x 11 Jahre) sowie Vorsitzende Ingrid Rüther und Wolf Göris (jeweils 1 x 11 Jahre).

Foto: Bernhard Lück

Toller Start in die Session 2020

Hoppeditz Tom Bauer
eröffnet auf dem Marktplatz vor dem Rathaus die Karnevalssession 2020.

Am 11.11.2019 war es wieder soweit: Endlich durften die Karnevalisten auch offiziell wieder lustig sein – der Start in die neue Session erfolgte pünktlich um 11.11 Uhr. Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus waren die Sprechchöre des närrischen Publikums deutlich zu hören: „Hoppeditz erwache“ – „Hoppeditz erwache“ – „Hoppeditz erwache“ hallte es über den Platz – denn endlich zeigte sich der Hoppeditz (alias Tom Bauer), nachdem er den Deckel des Mostertpotts angehoben hatte. Es folgte eine flammende Rede, in der alle relevanten Düsseldorfer Themen angesprochen wurden. Klasse, lieber Hoppeditz! Auch die Gegenrede von Oberbürgermeister Thomas Geisel konnte sich hören lassen. Viele Jahre hatte der OB darauf verzichtet, jetzt hatte er sich einen Ruck gegeben und vom Rathaus-Balkon aus dem Hoppeditz geantwortet.

Die Spiesratze waren auf dem Marktplatz ebenfalls mit einer Gruppe vertreten und fielen durch ihr Outfit natürlich sehr auf: Das Baselöngken und die weiße Putzerkappe sind eben einmalig im Düsseldorfer Karneval. Nach dem Ende des Sessions-Start zog es die Ratze in ein Brauhaus, dort wurde mit leckerem Altbier auf den Hoppeditz angestoßen.

Foto: Bernhard Lück

Diplom-Handlanger feierte seinen 80. Geburtstag

Franz-Josef Thelen,
eine Hälfte des legendären Parodistenduos „Pit & Joe“

Franz-Josef Thelen, Diplom-Handlanger der Gesellschaft Düsseldorfer Spiesratze, vollendete nun sein 80. Lebensjahr. Herzlichen Glückwunsch! Gemeinsam mit seinem Bruder Hans-Peter stand er viele Jahrzehnte auf den närrischen Bühnen des Rheinlands und faszinierte das Publikum. Das geniale Parodistenduo „Pit und Joe“ war ein Garant nicht nur für gute Stimmung im Saal, sondern vor allem auch durch die politischen Inhalte der Vorträge. Es versteht sich von selbst, dass auf den Sitzungen der Spiesratze „Pit und Joe“ immer aufgetreten sind. Ohne sie wäre eine Veranstaltung undenkbar gewesen!

Im Februar 1992 wurden „Pit und Joe“ als Ehrenmitglieder der Spiesratze aufgenommen. Nach erfolgreicher Ablegung der handwerklichen Prüfung auf der „Närrischen Baustelle“ im Pestalozzihaus erhielten sie den Titel „Diplom-Handlanger“. Sie sind jetzt also schon mehr als 27 Jahre den Spiesratzen eng verbunden.

Foto: Spiesratze-Archiv

 

Schlachtfest im „Füchschen“

 

 

  Die legendäre „Schwarze Sau“ in ihrem Stall.

Wagenbauleiter Lutz Strietzel beim Schlachtfest im „Fuchs“.

Einmal im Jahr treffen sich die Wagenbauer der Gesellschaft Düsseldorfer Spiesratze zum gemütlichen Umtrunk in der Brauerei-Gaststätte „Füchschen“ in der Altstadt, um den Inhalt der „Schwarzen Sau“ in Altbier, Mineralwasser und einen Imbiss umzusetzen. Die von den Wagenbauern liebevoll genannte „Schwarze Sau“ ist ein Sparschwein, das zum Beispiel beim Wagenbau-Richtfest aufgestellt wird. Dort kann es von Gästen und Freunden gefüttert werden. Am 11. Oktober 2019 stand nun das „Schlachtfest“ im „Füchschen“ auf dem Programm. Leider konnte Wilhelm Rosenbaum nicht daran teilnehmen. Der Geschäftsführer war am Tag zuvor schwer gestürzt und hatte sich den rechten Oberarm gebrochen. Er wurde inzwischen erfolgreich operiert, liegt aber noch im Krankenhaus. Aus dem „Fuchs“ sendeten die Wagenbauer herzliche Genesungswünsche. Auch nicht mitfeiern konnte Reinhard Arndt, Präsident des „Fördervereins Schwarze Sau“. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Auf die beiden Fehlenden wurde nicht nur „angestoßen“, sondern auch jeweils ein Glas Altbier zusätzlich getrunken.

Wilhelm Rosenbaum, Geschäftsführer und aktives Mitglied des Wagenbauteams, wird auf Grund seiner Verletzung vorerst nicht beim Bau des Spiesratze-Wagens helfen können.

Fotos: Bernhard Lück (2), Wolfgang Thiedig

Trauer um Ralph Marquis

Ralph Marquis

Die Spiesratze trauern um ihren Bausenator Ralph Marquis. Er ist am Wochenende im Alter von 92 Jahren verstorben. Schon 1981 ist er der Gesellschaft Düsseldorfer Spiesratze beigetreten, war im Düsseldorfer Karneval (und darüber hinaus!) ein beliebter Sänger, der dank seiner sonoren Stimme der „Troubadour vom Rhein“ genannt wurde. Unvergessen seine Auftritte bei den Spiesratzen, denen er sich sehr verbunden fühlte. 1997 zeichneten ihn die Spiesratze mit dem Goldenen Violinschlüssel aus, der in Erinnerung an den legendären Hans Ludwig Lonsdorfer (1921 – 1984) von den Spiesratzen nur in ganz besonderen Fällen verliehen wird.

„Ralph Marquis – ein Düsseldorfer Kind“ ist der Titel einer CD, die von ihm im Jahr 2006 herausgegeben wurde. Vier Lieder darauf spiegeln die typische Art von Ralph Marquis wider: „Düsseldorfer Kind“, „Henger Dich könn‘ se sich all‘ verstecke“, „Die Altstadtlaterne“ und „Die schönen Frauen vom Rhein“. Mit Hans Heinrichs bildete er ein Duo, welches weit über die Grenzen Düsseldorfs einen hohen Bekanntheitsgrad erreichte. Die Düsseldorfer Spiesratze werden sich immer gern an ihren Bausenator erinnern: Seine Lieder sind unsterblich!

Foto: Bernhard Lück