Josef Hinkel wurde 60!

Josef Hinkel in seiner unverkennbaren „Kluft“ auf dem „Tag des Handwerks“ im November 2017.

Am 8. Juni 2019 durfte Josef Hinkel, Kultbäcker aus der Carlstadt und Diplom-Handlanger der Spiesratze, die Vollendung seines 60. Lebensjahres feiern. Er ist Karnevalist durch und durch und hat schon viele Posten im Düsseldorfer Karneval bekleidet. Josef Hinkel, Spitzname „Stuten-Jupp“, ist vor allem immer präsent: Ob in einem seiner beiden Bäckereien (Hohe Straße und Mittelstraße) oder auf einer der zahlreichen gesellschaftlichen Veranstaltungen in Düsseldorf. Das ist nicht verwunderlich. Der ehemalige Prinz der Landeshauptstadt Düsseldorf (2008, mit Barbara Oxenfort als Venetia an seiner Seite) und Chef des einflussreichen Comitees Düsseldorfer Carneval (CC) – bis 2014 – musste aber auch erkennen, dass einige Personen ihm den Erfolg nicht gönnen, und ihm seine Präsenz in der Öffentlichkeit (vor allem in den Medien) übel nehmen. Aber wie heißt es so schön: Neid muss man sich hart erarbeiten. Das Verhältnis der Spiesratze zu Josef Hinkel war immer hervorragend – und so soll es auch bleiben. Er war immer gern gesehener Gast bei vielen Spiesratze-Veranstaltungen, ob Grundsteinlegung, Sitzung oder Richtfest, und hat damit dokumentiert, dass er die Bauhandwerker unter den Karnevalisten sehr schätzt. Danke dafür und herzlichen Glückwunsch zum runden Geburtstag.

Übrigens: Diplom-Handlanger Josef Hinkel ist inzwischen Präsident des Fördervereins Düsseldorfer Karneval – so ganz kann’s er nicht lassen. Gut für den Karneval!

Fotos: Spiesratze-Archiv

Baumeister hatte doppelten Grund zu feiern

Bei der Aufstiegsfeier der Fortuna im Mai 2018: Ruth und Friedhelm Riegel auf den Stufen des Rathauses.

Gleich zwei große Ereignisse durfte Friedhelm Riegel im vergangenen Monat feiern: Die Vollendung seines 84. Lebensjahres war sozusagen der krönende Abschluss der Feierlichkeiten, denn zwei Tage zuvor beging er zusammen mit seiner Frau Ruth die Diamantene Hochzeit. 60 Jahre ist der Baumeister der Spiesratze nun mit seiner Ruth verheiratet. Und alles begann am Rosenmontag des Jahres 1949 – er war 14 Jahre alt, sie 17. Er kam an diesem Tag sofort mit ihr ins Gespräch. Auch in den folgenden Jahren trafen sie sich immer am Rosenmontag. Drei Jahre waren die beiden schließlich verlobt, bis sie sich im Jahr 1959 das Ja-Wort gaben.
Die Spiesratze gratulieren ihm und seiner Frau nachträglich recht herzlich zur Diamantenen Hochzeit und wünschen ihnen noch viele schöne gemeinsame Jahre.

Quelle: Rheinische Post
Foto: Bernhard Lück

Erstmals eine Frau an der Spitze

Ingrid Rüther

Zum ersten Mal in der 108-jährigen Geschichte der Gesellschaft Düsseldorfer Spiesratze steht nun eine Frau an der Spitze des handwerklich orientierten Karnevalsvereins. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde Ingrid Rüther mit überwältigender Mehrheit in dieses hohe Amt gewählt. Die neue Vorsitzende ist seit 2009 Mitglied der Spiesratze und hat sich in dieser Zeit auf vielfältige Art und Weise in die Gesellschaft eingebracht. So hat sie beispielsweise – gemeinsam mit Karolina Klusmeier – das neue „Outfit“ der Damen der Gesellschaft initiiert.

Ingrid Rüther ist Nachfolgerin von Heinz Krudwig, der 27 Jahre lang die Gesellschaft mit großem Erfolg geführt hat. Der 76-Jährige hatte schon vor einigen Monaten seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen zum 20. Mai 2019 angekündigt. In der kommenden Session darf er seine 60-jährige Mitgliedschaft bei den Spiersratzen feiern.

Hermann Schmitz wurde 80!


Baumeister Hermann Schmitz

Das Urgestein des Düsseldorfer Karnevals vollendete am 26. April 2019 sein 80. Lebensjahr. Hermann Schmitz, der personifizierte Karneval, war elf Mal der Düsseldorfer Hoppeditz (von 1980 bis 1990), in der Session 1993 Karnevalsprinz der Landeshauptstadt Düsseldorf (Motto: Ejal wat dröckt – et wöhd jejöckt), ist im Vorstand des Comitees Düsseldorfer Carneval und dort als Rosenmontagszugleiter aktiv und war 40 Jahre Präsident der Unterrather Funken Blau-Gelb. Seinen größten Auftritt als Hoppeditz hatte er am 11. November 1989. Der Mauerfall lag gerade anderthalb Tage zurück, als Schmitz mit einem Trabant auf den Marktplatz fuhr. Die Menge jubelte. Er stieg aus, kletterte auf die Statue von Jan Wellem und hielt seine Hoppeditz-Rede.
Schon seit vielen Jahren ist Hermann Schmitz Ehrenmitglied der Gesellschaft Düsseldorfer Spiesratze, um genau zu sein: seit Februar 2008. Das sind nun 1 x 11 Jahre. Inzwischen ist er bei den „Bauhandwerkern unter den Karnevalisten“ zum Baumeister befördert worden.

Dass Hermann Schmitz nach wie vor sehr stark im Düsseldorfer Karneval engagiert ist, beweist seine Tätigkeit als Rosenmontagszugleiter. Besonders in der heißen Phase des Wagenbaus ist er fast täglich in der Wagenbauhalle anzutreffen. Dort werkelt er an verschiedenen Wagen, lebt seine Kreativität und sein handwerkliches Geschick aus und steht vielen mit Rat und Tat zur Seite. Die Spiesratze gratulieren ihrem Baumeister ganz herzlich zu diesem runden Geburtstag und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute, vor allem beste Gesundheit.

Foto: Spiesratze-Archiv

Wieder eine große Chance verpasst

Der Spiesratz‘ schaut ganz verwundert, wo bleibt unser Platt in diesem Jahrhundert?

Vor kurzem hat das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) das Motto für die kommende Karnevalssession bekanntgegeben: „Unser Rad schlägt um die Welt.“ Das ist jetzt zum sechsten Mal hintereinander ein Motto auf Hochdeutsch. Da fragt sich jeder Lokalpatriot: „Wo bleibt denn eigentlich unser Heimatdialekt?“ Es dürfte doch nicht so schwer sein, ein Motto auf Düsseldorfer Platt zu kreieren. Oder? Dass das in der Vergangenheit schon manchmal gut geklappt hat, beweisen einige Beispiele: Dat schlucke mer och noch (1997), Jätz wöhd noch flöck de Mark verjöckt (1999), Mer kann och alles öwerdriewe (2008) oder Hütt dommer dröwer lache (2012). Hier schon einmal zwei Vorschläge für die übernächste Session – natürlich auf Platt: „Dat jöwt et nor here“ oder „Wat et nit all jöwt“. Das wäre doch mal wieder ein Motto ganz im Sinne der Spiesratze, denn schließlich sind sie die Gesellschaft zur Pflege der Mundart und des Heimatbrauchtums.

Foto: Bernhard Lück